12/10
2022
Online

Chiles Verfassungsentwurf


Was können wir für alternative Rohstoffpolitik und von dem Umgang mit Fake News lernen?

Chiles Bevölkerung stimmte am 4. September 2022 über eine neue Verfassung ab, die für die Rechte von marginalisierten Gruppen und den Schutz von Umwelt und Klima weltweit richtungsweisend gewesen wäre. Der Entwurf wurde in dem Referendum abgelehnt. Dies ist ein herber Rückschlag für den demokratischen Prozess, der 2019 mit breiten sozialen Protesten begann. Doch der Prozess geht weiter und in der Veranstaltung möchten wir davon lernen.

Einer der Gründe für das Ergebnis ist, dass das politische Lager für die Ablehnung der neuen Verfassung massiv Fake News verbreitete. Die Referentin Andrea Vásquez Alfaro analysiert, mit welchen ungleichen Mitteln der Raum der Sozialen Medien umkämpft wurde. Da dies für jegliche politischen Veränderungen zentral ist, möchten wir erfahren, was die sozialen Bewegungen Chiles daraus gelernt haben.

Die Referentin lebt in Calama in Antofagasta, der Hauptbergbauregion im Norden Chiles. Sie war Beraterin von Dayyana González, der regionalen Repräsentantin in der Verfassunggebenden Versammlung. Außerdem arbeitete sie an einem alternativen Vorschlag für die Bergbau-Bestimmungen mit. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellt Andrea Vásquez Alfaro anhand dieser Erfahrungen vor, wie alternative Rohstoffpolitik aussehen könnte.

 

Abschließend haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit mit Andrea Vásquez Alfaro ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung aus dem Projekt #digital_global findet im Rahmen der 4. Alternativen Rohstoffwoche statt.

Referentin: Andrea Vásquez Alfaro, Coordinadora por la Defensa del río Loa y la Madre Tierra (Calama, Chile)
Seit 2012 ist die Soziologin Mitglied der „Coordinadora por la defensa del Rio Loa y Madre Tierra”, einer Organisation die gemeinsam mit indigenen Frauen, Anwohnerinnen, Hausfrauen, Fachkräften und Arbeiterinnen gegen die sozial-ökologischen Auswirkungen des Bergbaus kämpft. Sie tun dies aus der Überzeugung, dass die Natur Rechte hat und das Wasser als Quelle des Lebens in einer Wüstenregion verteidigt werden muss.

Wann? 12.10.2022 von 17:00 bis 19:00 Uhr, Deutschland (Chile: 12:00-14:00 Uhr)
Sprache: Spanisch und Deutsch mit Simultandolmetschen (Lautsprache)
Anmeldung: dieses Anmeldeformular oder per Mail
Wo? Online (Zugangslink per Mail nach Anmeldung)