Das Projekt

#digital_global sind die machtkritischen Bildungsmaterialien und Angebote des F3_kollektivs zum globalen Prozess der Digitalisierung. Wie hängt die digitale Transformation mit globalen Prozessen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Menschenrechte zusammen? Die Open Educational Resources (OER) nähern sich anhand fünf thematischer Module der Frage. Ob in einer der Einstiegs- oder in den Vertiefungs-Übungen – Perspektiven aus dem Globalen Süden sind wichtig, um unseren digitalen Alltag kritisch verstehen und reflektieren zu können. Das Projekt zeigt vor allem Handlungsperspektiven von Menschen und Initiativen aus verschiedenen Regionen Lateinamerikas.

Die Materialien und Methodenanleitungen stehen politischen Bildner*innen, Multiplikator*innen des Globalen Lernens und interessierten Lehrer*innen auf dieser Projektseite frei zur Verfügung. Die Übungen eignen sich für Präsenz- und Online-Veranstaltungen (erfahre unter „Über uns" mehr über die Bildungsmaterialien).
Das F3_kollektiv bietet im Rahmen des Projektes Seminare für Multiplikator*innen, Online-Veranstaltungen mit Referent*innen aus Lateinamerika sowie Schul-Workshops und Lehrer*innen-Fortbildungen an.


Module

Modul
Einstieg

Wie funktioniert das Internet? Was bedeutet Digitalisierung und was hat das mit globalen Machtverhältnissen zu tun? Die Übungen eignen sich für den Einstieg in einen Workshop, da sie grundlegende Begriffe und Zusammenhänge klären. Je nach Vorwissen und Zielgruppe sind die Übungen unterschiedlich komplex.


Modul
Rohstoffe

Woher kommt der Strom für das Internet? In der Wimmelbild-Übung lernen Teilnehmer*innen Geschichten über Braunkohle, Klimawandel und Proteste kennen. In einer weiteren Übung lautet die Frage: Woher kommen die Rohstoffe im Handy? Der Lithium-Bergbau in Bolivien und die Technologieentwicklung deutscher Firmen stehen im Fokus. Ein Spaziergang mit Beobachtungsaufträgen zur Mobilität bietet einen bewegten Einstieg in das „Mobilitäts-Captcha“, einer Übung zu globalen Perspektiven auf E-Autos und autonomes Fahren. Teilnehmer*innen erkunden die sozialen und ökologischen Auswirkungen anhand des Lithium-Bergbaus in Chile, der Tesla-Fabrik in Deutschland, Click-Arbeit in Venezuela und alternativen Mobilitätskonzepten.


Modul
Gender

Teilnehmer*innen lernen in einer Übung wie Hashtags weltweit als empowernde Strategien gegen Gewalt genutzt werden. Sie setzen sich mit Hashtags aus Argentinien, Chile, Kolumbien, den USA und Deutschland auseinander. In „Wer programmiert für wen?“ wird hinter den Vorhang der vermeintlich neutralen digitalen Technologien geschaut.


Modul
Pandemie

Die COVID-19-Pandemie wirft Fragen nach (globalen) Ungleichheiten in verschiedenen Lebensbereichen neu auf. Der Austausch darüber im digitalen Raum gewann einen neuen Stellenwert. In diesem Modul werden mittels dreier Übungen machtkritische Perspektiven auf die Themen Arbeit, Zugang zu Gesundheit und Verschwörungsideologien geworfen: Kurzinterviews mit Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt regen zum Gespräch über die Veränderungen von Arbeitsbedingungen durch die Pandemie an. In einer weiteren Übung diskutieren Teilnehmer*innen in Form von „Tweets“ Argumente für und gegen die Freigabe von Patenten für den Corona-Impfstoff. Außerdem können Teilnehmer*innen sich damit auseinandersetzen, wie sich Verschwörungsideologien im Internet verbreiten.


Modul
Abschluss

Die Übungen widmen sich Handlungsperspektiven. Auf einem Blog in spanischer und deutscher Übersetzung stellen Personen aus Regionen Lateinamerikas und Deutschlands ihre Arbeit in Beiträgen vor. Du kannst entscheiden, ob du dich mit den aufgezeigten Alternativen auseinandersetzt oder ob du selbst aktiv wirst und einen Blogbeitrag erstellst!